Hostest du zuhause, verbinden sich alle Spieler mit deinem Heimanschluss. Wer die IP kennt, kann das Internet deines ganzen Haushalts lahmlegen, auch wenn der Server gar nicht läuft.
Gib deine Heim-IP deshalb nie weiter. Ein Schutz davor versteckt sie, und wenn sie doch bekannt wird, bekommst du bei vielen Anschlüssen durch einen Router-Neustart eine neue.
Inhalt
Warum das riskanter ist als bei einem gemieteten Server
- Es trifft alle im Haushalt: Ein DDoS auf deine Heim-IP verstopft deinen ganzen Anschluss. Streaming, Homeoffice und Handys im WLAN sind dann mit offline.
- Kein Schutz beim Provider: Rechenzentren filtern zumindest grob. Dein Internetanbieter zuhause tut das in der Regel nicht.
- Die IP verrät mehr: Eine Heim-IP lässt sich grob deiner Region zuordnen. Das ist kein Grund zur Panik, aber noch ein Grund, sie nicht zu teilen.
Die wichtigsten Regeln
- Nie die IP weitergeben
Auch nicht an Freunde „nur kurz zum Joinen“. Gib eine Domain weiter, z. B.
play.deinserver.de, die auf einen Schutz zeigt und nicht direkt auf dich. - Nur den einen Port freigeben
Im Router gibst du nur den Minecraft-Port frei (meist
25565) und nur für den Rechner, auf dem der Server läuft. Nie den ganzen Rechner („Exposed Host“). Wie das geht: Minecraft-Port freigeben. - Schutz davor schalten
Mit BlackProtect verbinden sich Spieler mit unseren Filter-Servern, nur wir verbinden uns mit dir. Als Ziel kannst du auch einen DynDNS-Namen eintragen. Dann klappt es auch, wenn sich deine Heim-IP ändert.
- Wenn die IP doch bekannt wird: neu verbinden
Bei vielen DSL-Anschlüssen bekommst du nach einem Neustart des Routers eine neue IP. Danach ist der Angreifer seine Adresse los. Bei Kabel und Glasfaser bleibt die IP oft länger gleich.
Viele Kabel- und Glasfaseranschlüsse haben kein eigenes öffentliches IPv4 („DS-Lite“). Dann funktioniert die Portfreigabe für IPv4 gar nicht, egal was du im Router einstellst. In dem Fall brauchst du einen Tunnel-Dienst oder einen kleinen gemieteten Server.
Die ehrliche Alternative: ein kleiner gemieteter Server
Für einen Server mit Freunden reicht oft schon ein günstiger gemieteter Server (VPS) mit 4–8 GB RAM. Vorteile: Dein Heimanschluss ist aus dem Spiel, der Server läuft rund um die Uhr ohne dass dein PC an sein muss, und eine Firewall, die nur den Schutz durchlässt, ist leicht einzurichten. Wie das geht, steht in Server-IP verstecken.
Häufige Fragen
Ist es überhaupt erlaubt, zuhause einen Server zu betreiben?
Bei den meisten privaten Internetanschlüssen ist das für den privaten Gebrauch kein Problem. Schau im Zweifel in die Bedingungen deines Anbieters, manche schließen dauerhaft betriebene Server aus.
Reicht es nicht, einfach den Port zu ändern?
Nein. Der Port versteckt nicht deine IP, und Scanner probieren auch andere Ports durch. Wichtig ist, dass niemand deine Heim-IP kennt.
Was ist DynDNS?
Ein Name wie meinserver.ddns.net, der automatisch auf deine aktuelle Heim-IP zeigt. Viele Router (z. B. FRITZ!Box) können ihn selbst aktuell halten. Den Namen trägst du bei BlackProtect als Ziel ein, nicht in Server-Listen.
