Damit andere deinem Server zuhause beitreten können, muss dein Router Verbindungen auf Port 25565 (TCP) an deinen Server-PC weiterleiten. Das nennt man Portfreigabe.
Gib nur diesen einen Port frei, nie den ganzen PC, und teile deine Heim-IP mit niemandem. Am sichersten joinen deine Freunde über einen Schutz davor.
Inhalt
Was eine Portfreigabe macht
Dein Router lässt von außen nichts herein, was du nicht angefordert hast. Das schützt dich. Ein Minecraft-Server muss aber Verbindungen annehmen. Mit einer Portfreigabe sagst du dem Router: „Alles, was auf Port 25565 ankommt, leitest du an diesen einen PC weiter.“
Viele Kabel- und Glasfaseranschlüsse haben keine eigene öffentliche IPv4-Adresse („DS-Lite“). Dann funktioniert die Portfreigabe für IPv4 nicht, egal was du einstellst. In der FRITZ!Box siehst du das unter Übersicht bei der Internetverbindung. Mehr dazu: Minecraft-Server zuhause hosten.
Portfreigabe in der FRITZ!Box
Je nach FRITZ!OS-Version heißen die Punkte leicht anders, der Weg ist aber immer ähnlich:
- FRITZ!Box öffnen
Im Browser
fritz.boxaufrufen und anmelden. - Zu den Freigaben
Internet → Freigaben → Reiter Portfreigaben → Gerät für Freigaben hinzufügen und den PC auswählen, auf dem der Server läuft.
- Feste IP für den PC
Häkchen bei Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen setzen. Sonst zeigt die Freigabe nach einem Neustart vielleicht auf das falsche Gerät.
- Neue Freigabe anlegen
Neue Freigabe → Portfreigabe → Anwendung Andere Anwendung, Bezeichnung z. B.
Minecraft, Protokoll TCP, Port25565bis25565, Port extern ebenfalls25565. - Speichern
Mit OK und Übernehmen speichern. Für Bedrock über Geyser legst du zusätzlich eine Freigabe für UDP Port
19132an.
Unter Internet → MyFRITZ!-Konto bekommst du eine Adresse, die immer auf deine aktuelle Heim-IP zeigt. Die kannst du bei BlackProtect als Ziel eintragen. Dann klappt es auch, wenn sich deine IP ändert.
Andere Router
Bei Speedport, Vodafone-Routern und anderen heißt die Funktion meist Portweiterleitung, Port-Forwarding oder NAT. Du brauchst immer dieselben Angaben:
- Ziel-Gerät: die lokale IP deines Server-PCs (z. B.
192.168.178.20), am besten fest vergeben. - Protokoll: TCP, Port
25565(für Bedrock zusätzlich UDP19132). - Externer und interner Port: gleich.
Windows-Firewall nicht vergessen
Beim ersten Start des Servers fragt Windows, ob Java Verbindungen annehmen darf. Erlaube den Zugriff für private und öffentliche Netzwerke. Hast du das weggeklickt, findest du die Regel unter Windows-Sicherheit → Firewall- & Netzwerkschutz → Zugriff von App durch Firewall zulassen.
Testen
Von deinem eigenen WLAN aus funktioniert der Test oft nicht zuverlässig. Bitte einen Freund zu joinen, oder verbinde dich vom Handy über mobile Daten (Hotspot) mit deinem PC.
- Klappt nicht? Läuft der Server wirklich und lauscht er auf
25565? Stimmt die lokale IP in der Freigabe? Hat die Windows-Firewall Java erlaubt? - Immer noch nicht? Dann hast du vermutlich DS-Lite (siehe oben).
Sicher bleiben
- Nur diesen einen Port freigeben. Nie den PC als „Exposed Host“ freigeben, dann ist er komplett offen.
- Deine Heim-IP nicht weitergeben. Wer sie kennt, kann das Internet deines ganzen Haushalts lahmlegen.
- Freunde über eine Domain mit Schutz joinen lassen, dann sehen sie deine IP nie: Heim-IP schützen.
- Whitelist an (
/whitelist on), wenn nur Freunde spielen. Scanner finden offene Server sonst schnell: Fremde IPs in den Logs.
Häufige Fragen
Ist eine Portfreigabe gefährlich?
Für genau einen Port, hinter dem dein Minecraft-Server läuft, ist das Risiko überschaubar. Gefährlich wird es, wenn du den ganzen PC freigibst oder deine Heim-IP öffentlich ist.
Brauche ich die Portfreigabe auch mit BlackProtect?
Ja. Unser Filter muss deinen Server erreichen können. Der Unterschied: Deine Spieler verbinden sich mit uns, deine Heim-IP kennen nur wir.
Welchen Port braucht Bedrock?
Geyser und Bedrock-Server nutzen standardmäßig UDP-Port 19132. Dafür brauchst du eine eigene Freigabe mit Protokoll UDP.
