Schutz & Sicherheit

Gebannte Spieler kommen mit VPN zurück: So sperrst du sie wirklich aus

Quele, Gründer von BlackProtectStand 7. Oktober 20266 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Ein Ban wirkt nur, wenn du Konto und IP sperrst und Zweitkonten erkennst. Ein VPN-Filter verhindert, dass sich jemand einfach eine neue IP holt.

Hinter einem Schutz oder Proxy siehst du die echte Spieler-IP nur mit PROXY protocol. Ohne würde ein IP-Ban alle Spieler treffen.

Inhalt
  1. Wie Spieler einen Ban umgehen
  2. Zuerst prüfen: Siehst du überhaupt die echte IP?
  3. Die drei Schichten, die wirklich helfen
  4. Cracked-Server: Namen kosten nichts
  5. Was kein Filter schafft
  6. Häufige Fragen

Wie Spieler einen Ban umgehen

Ein Ban sperrt meistens nur einen Namen. Wer zurück will, braucht also nur zwei Dinge: einen anderen Namen und eine andere IP-Adresse, damit auch ein IP-Ban nicht greift.

  • Neuer Name: Auf einem Cracked-Server (online-mode=false) kostet ein neuer Name nichts, man tippt einfach einen anderen ein. Auf normalen Servern braucht man dafür ein zweites gekauftes Minecraft-Konto, das hält viele ab.
  • Neue IP: Ein VPN (ein Dienst, der die eigene Verbindung über einen fremden Server umleitet) gibt per Klick eine neue Adresse. Dazu kommen mobiles Internet, der Hotspot vom Handy oder einfach der Router-Neustart.

Zuerst prüfen: Siehst du überhaupt die echte IP?

Läuft dein Server hinter einem DDoS-Schutz oder hinter Velocity bzw. BungeeCord, sieht er ohne weitere Einstellung nicht die IP des Spielers, sondern die des Schutzes oder Proxys. Alle Spieler haben dann dieselbe Adresse.

Ein IP-Ban ohne echte IP sperrt alle

Bannst du in diesem Zustand eine IP, sperrst du die Adresse des Schutzes und damit jeden Spieler. Schalte zuerst PROXY protocol ein. Wie das bei BlackProtect und in Velocity, BungeeCord oder Paper geht, steht in Echte Spieler-IP hinter dem Schutz.

Die drei Schichten, die wirklich helfen

  1. Konto und IP sperren

    Nutze ein Ban-Plugin, das beides kann, zum Beispiel LibertyBans oder LiteBans (beide laufen auch auf Velocity und BungeeCord). Ein reiner Namens-Ban ist auf einem Cracked-Server fast wirkungslos.

  2. Zweitkonten erkennen

    Ban-Plugins merken sich, welche Namen schon von derselben IP kamen. Mit /alts (LibertyBans) oder /dupeip (LiteBans) siehst du die Zweitkonten eines Spielers. LibertyBans kann Zweitkonten gebannter Spieler sogar automatisch aussperren.

  3. VPNs am Filter sperren

    Damit sich niemand per Klick eine neue IP holt, sperrt der VPN-/Proxy-Filter von BlackProtect Verbindungen aus VPNs, Proxy-Diensten und dem Tor-Netz, bevor sie deinen Server erreichen. Du schaltest ihn pro Route ein; Spieler mit VPN sehen in der Serverliste und beim Joinen einen Hinweis, dass sie ihr VPN ausschalten sollen. Der Filter ist im Plan Pro enthalten und in den 30 Testtagen dabei.

Was du davon hast

Erst alle drei zusammen machen Ban-Umgehung richtig mühsam: neuer Name hilft nicht (Zweitkonto erkannt), neue IP per VPN hilft nicht (Filter), und für jede weitere Adresse muss der Spieler sich echte Mühe machen.

Cracked-Server: Namen kosten nichts

Auf einem Cracked-Server kann sich jeder als jeder ausgeben. Ohne Login-Plugin kann ein gebannter Spieler sogar den Namen eines anderen Spielers oder deines Admins benutzen.

  • Login-Plugin auf dem Proxy: Bei einem Netzwerk gehört es auf Velocity bzw. BungeeCord, zum Beispiel LibreLogin. Dann muss sich jeder Name mit Passwort anmelden, bevor er auf einen Server kommt.
  • IP-Ban und VPN-Filter zählen hier doppelt, weil der Name keine Hürde ist.
  • Wenn es irgendwie geht, auf `online-mode=true` umstellen. Dann kostet jedes Zweitkonto echtes Geld, und Ban-Umgehung wird selten.

Was kein Filter schafft

Ehrlich gesagt: Wer sehr entschlossen ist, kommt mit genug Aufwand fast immer wieder rein, zum Beispiel über das Internet eines Freundes. Ziel ist, es so mühsam zu machen, dass es sich nicht lohnt.

  • Mobiles Internet: Viele Handys teilen sich eine IP-Adresse. Ein langer IP-Ban dort kann Unschuldige treffen. Befriste IP-Bans lieber, zum Beispiel auf ein paar Tage.
  • Neue IP nach Router-Neustart: Gegen wechselnde Heim-Adressen hilft vor allem die Zweitkonto-Erkennung, nicht der VPN-Filter.
  • Kommt jemand immer wieder: Schau unter Blockierte Verbindungen in BlackProtect, von wo die Versuche kommen. Dort siehst du Land, Route und Grund jeder abgewiesenen Verbindung.

Häufige Fragen

Sperrt der VPN-Filter auch ehrliche Spieler mit VPN?

Ja, wer mit eingeschaltetem VPN joinen will, wird abgewiesen und sieht einen Hinweis, das VPN auszuschalten. Die meisten Spieler brauchen für Minecraft kein VPN. Du entscheidest pro Route, ob der Filter an ist.

Reicht ein IP-Ban nicht?

Nein. Eine neue IP bekommt man per VPN in Sekunden, oft auch durch einen Router-Neustart. Erst zusammen mit Zweitkonto-Erkennung und VPN-Filter wird ein Ban wirklich wirksam.

Warum bannt mein IP-Ban plötzlich alle?

Weil dein Server nicht die echte Spieler-IP sieht, sondern die deines Schutzes oder Proxys. Schalte PROXY protocol ein und heb den Ban auf diese Adresse wieder auf.